A Travellerspoint blog

Stewart Island (2)

Wetter: Von allem etwas!

all seasons in one day

Unser zweiter Tag in/auf Stewart Island.

Wir machen uns gleich in der Frueh mit dem Wassertaxi zu viert (Andrea, Hannah aus Washington und ein Maedel aus Deutschland) auf dem Weg zur 'Ulva Island'. Das ist eine kleine, zur Gaenze unbewohnte Insel in der Naehe von Stewart Island, auf der angeblich ganz, ganz viele Voegel zu beobachten sind. Das ist auch unser heutiges Vorhaben: Voegel schauen. :-)
Wir spazieren also ein paar Stunden auf der Insel herum und sehen tatsaechlich den einen oder anderen Vogel, u.a. den 'Kaka', der neuseelaendische Papagei, den Andrea und ich besonders witzig finden. Und dann begegnen uns jede Menge 'Wekas', das sind 'fluguntaugliche' Voegel, die alles andere als scheu sind und es besonders auf Andrea bzw. ihren Rucksack abgesehen haben. :-) Sie - also Andrea - glaubt, von den Voegeln hier verfolgt zu werden. Allmaehlich mach ich mir Sorgen, ob das nicht eine Vogel-Paranoia wird. Oder wie koennte diese Phobie noch heissen...?

Jedenfalls: Zurueck auf Stewart Island haengen wir noch im hostel herum bis wir die Faehre um 15.30h zurueck auf's Festland nehmen. Ich muss zugeben, dass ich mich zwar nicht vor Voegeln, dafuer aber vor kleinen Schiffen auf grossen Wellen fuerchte... Aber obwohl die Vorhersage fuer die Ueberfahrt eher beaengstigend war (raue See und so), ging dann doch alles gut. und mir ist NICHT schlecht geworden!!! Aber vielleicht hab ich mich nach dem vielen Boot Fahren der letzten Tage ja auch schon daran gewoehnt...?

Die Nacht haben wir dann im langweiligen, unspektakulaeren Invercargill verbracht. Daher gibt's dazu nix zu erzaehlen.

Posted by Ingrid_M 23:51 Archived in New Zealand Comments (0)

Stewart Island

Sonne, Wolken, Regen - von allem etwas

all seasons in one day

Kia ora - diese Mal eben aus Stewart Island.

Stewart Island ist die suedlichste, bewohnte Insel Neuseelands und wird von den Maori 'Rakiura' (glowing sky) genannt. Trotz der Abgeschiedenheit - hier funktioniert nicht mal das Handy - wohnen hier immerhin etwa 400 Menschen. Vorwiegend vom Tourismus und vom Fischen. 85% der Insel zaehlen zum 'Rakiura National Park'.

Wir haben eben beschlossen, unsere 1,5 Tage hier zum Wandern zu nutzen. Im Laufe des heutigen Tage erwandern wir uns alle kuerzeren Wege in der naeheren Umgebung des Ortes 'Oban'. Insgesamt sind wir bestimmt 6h 'beschaeftigt'. Mir macht's auf jeden Fall sehr viel Spass, endlich mal wieder laenger und weiter zu gehen. Und besonders abenteuerlich wird's, weil ueberall - zu recht - vor schlammigen Wegen gewarnt wird, Wir sind am Ende des Tages wirklich von oben bis unten 'eingegatscht' und brauchen erst mal eine Weile, um den ganzen Matsch und Schlamm wieder los zu werden.

Noch zu Stwart Island: Ausgerechnet bei der Beschreibung zur Insel wird im Reisefuehrer davor gewarnt, hier alleine als Frau alleine unterwegs zu sein. Im ganzen Reisefuehrer wird darueber NIE auch nur ein Wort verloren, und nun soll's ausgerechnet in diesem 400-Seelen-Dorf etwas gefaehrlich sein...? Hm, scary Stewart Island...

Posted by Ingrid_M 02:17 Archived in New Zealand Comments (3)

Te Anau / Invercargill / Stewart Island

sonnig, bewoelkt, stuermisch, regnerisch

all seasons in one day

Wir brechen erst um 9.00h wieder mit dem 'Stray'-Bus nach Invercargill, der suedlichsten Stadt Neuseelands, auf. Gegen 11.00h sind wir auch schon da. Wir haben bis 15.00h Zeit, bis wir nach Bluff, dem Hafen von Invercargill, aufbrechen, um von dort aus mit der Faehre nach Stewart Island zu fahren.
Invercargill hat zwar rund 50.000 Einwohner, hat aber eigentlich nichts zu bieten. Wir bummeln also ein etwas durch die Stadt, essen was und nutzen die oertliche Bibliothek, um mal endlich wieder ins Internet zu kommen.

Um 15.00h treffen wir uns eben wieder beim Bus und fahren nach Bluff. erst mal 'besuchen' wir zwei Lookouts - wobei wir die nicht wirklich vorhandene Aussicht bei Regen, Nebel und Wind nicht so recht geniessen koennen... :-/
Danach werden Andrea, ich und ein Maedel aus Washington (Hannah) am Hafen abgesetzt. Alle anderen fahren gleich am naechsten Tag nach Dunedin weiter.

Nun sind wir also schon wieder auf einem Schiff. Und wieder ist das Schiff ('Faehre'????!!!) nicht besonders gross. Und das Meer ist stuermisch, die Wellen sehr hoch. Angeblich ist die Fahrt von Bluff nach Stewart Island die 'rauheste/haerteste' Faehren-Ueberfahrt weltweit.
Jedenfalls: Mir wird waehrend der einstuendigen Fahrt echt schlecht, denn das Schiff lehnt sich in alle moeglichen Seiten. Wir drei sagen nix mehr und ich hoffe nur, dass ich gut in Stewart Island ankomme...

Gegen 18.00h sind wir dann da und checken im Hostel ein. Das Hostel selbst ist ganz ok, aber wir teilen uns ein sehr, sehr kleines Zimmer zu dritt. Nach dem Luxus des Einzelzimmers in te Anau ist das natuerlich besonders schlimm... Aber fuer die kommenden zwei Naechte wird's schon gehen.
Die kommenden 1,5 Tage wollen wir wandern. Mal sehen, was das Wetter so hergibt, aber wir stellen uns schon mal auf Regen ein.

Und noch was: Schon lustig, wenn man an das suedlichste Ende (Bluff) vom anderen Ende der Welt (von uns aus betrachtet Neuseeland) faehrt und der Busfahrer dann ausgerechnet Musik aus Oesterreich (Kruder & Dorfmeister) spielt. :-)

Posted by Ingrid_M 02:06 Archived in New Zealand Comments (0)

Te Anau (3)

Sonnig!!!

sunny

Als ich erst gegen 10.00h aufstehe, aergere ich mich darueber, so lange geschlafen zu haben, denn heute scheint auch endlich in Te Anau die Sonne!
Also wecke ich Andrea, wir fruehstuecken und dann wandern wir das erste Stueck des Kepler Tracks - eine mehrtaegige Wanderung - bis zur Brod Bay und wieder zurueck. Der Weg ist hier zwar nicht besonders anstrengend, denn im Grunde geht's nur eben mehr oder weniger am Seeufer entlang, doch nach ueber 5h wandern/spazieren sind wir am Abend doch recht geschafft.
Ich finde den Weg durch den 'Fjordland National Park' sehr schoen, wobei die neuseelaendischen Wanderwege bisher eher tatsaechlich kleine Wege sind und nichts gemeinsam mit einem Pfad oder Steig haben. Jaja, die Kiwis sind eben sehr um das Wohl und die Sicherheit ihrer Wander-Touristen bemueht: Fast ueber jede groessere Wurzel wird hier eine Bruecke gebaut :-). Der verwucherte, dschungel-aehnliche Wald mit seinen riesigen bemoosten Baeumen und mannshohen Farnen ist auf jeden Fall sehenswert.
Da uns sogar im Winter recht viele Wanderer begegnen, moechte ich mir gar nicht so recht vorstellen, was hier im Sommer auf diesen Wanderwegen so los ist. Mit beschaulicher Ruhe - wie ich sie beim Wandern sehr schaetze - ist hier wohl zumindest auf den grossen, bekannten Tracks - nicht zu rechnen.

Posted by Ingrid_M 01:59 Archived in New Zealand Comments (1)

Te Anau / Doubtful Sound

sunny

Heute werden wir um 8.45h zu unserem Day Trip zum Doubtful Sound abgeholt. Erst geht es mit einem kleinen Bus ins 20km entfernte Manapouri; dort lernen wir erst mal unseren Guide Steve kennen, der uns sehr an Vernon von unserer Gletscher-Tour am Mt. Cook erinnert. Ich finde ja ausserdem, dass durchaus eine Aehnlichkeit mit dem 'Mad Max' vom Comic vorhanden ist - mal abgesehen von den Sommersprossen; aber hier ist's ja auch Winter...

Die Anreise zum doubtful Sound ist um einiges aufwaendiger als die Reise zum Milford Sound. Erst mal fahren wir mit einem eher kleinen Boot - v.a. gemessen an der Groesse des Sees - quer ueber den Lake Manapouri, der der zeitgroesste und v.a. der tiefste See Neuseelands ist. Auf der anderen Seite angekommen, steigen wir in einen Bus um. Dort sehen wir uns erst mal das unterirdische Kraftwerk an. Der Strom wird hier aus den Seen Te Anau und Manapouri gewonnen uns ist der groesste Stromlieferant des Landes. Nach dem Ausflug ins Erdinnere fahren wir mit dem unbehizten Bus - der 'Winterbus' ist wohl grad nicht verfuegbar, daher mussten wir den 'Sommerbus' nehmen - rund 1h lang durch den Nationalpark und ueber die Berge zum Doubtful Sound. Fuer mich sehr lustig: Die Strasse wird ja eigentlich nur von 2 Touri-Bussen am Tag benutzt, weil man ja nur mit dem Schiff dort hin kommt; aber die Beschilderung dieser Strasse laesst wirklich keine Wuensche offen!
Schon der Blick vom Berg auf den Doubtful Sound ist gigantisch. Und einmal mehr haben wir grosses Glueck mit dem Wetter: blauer Himmel und Sonnenschein!
Im Tal angekommen, steigen wir wieder vom Bus auf ein Schiff ('Charmaine irgendwie') um. Noch als 'Einfuehrung' zum Doubtful Sound: Der Name kommt daher, dass schon Captain Cook daran zweifelte, dass es genug Wind in diesem Fjord gibt, um da wieder raus segeln zu koennen. Daher liess er es dann auch bleiben. Da aber unser Schiff ueber einen Motor verfuegt, brauchen wir uns darum keine Sorgen machen. Zu Beginn erklaert uns Steve noch einmal das Schiff und legt dabei jede Menge Selbstvertrauen an den Tag: 'There are 2 reallz hot things on this boat: One is me and the other one is the hot water boiler!'. :-) Erinnert Euch nun bitte an den Vernon / Mad Max Vergleich...

Anyway. Ich war ja schon vom Milford Sound schwer begeistert, aber hier ist alles irgendwie noch grossartiger: Erst mal ist es viel ruhiger und touristisch nicht so gut erschlossen. Dann ist der Fjord an sich irgendwie abwechslungsreicher, 'verwinkelter'. Es gibt auch viel mehr kleine Inseln. Und ausserdem viel mehr Tiere: Wir haben u.a. Albatrosse gesehen, kamen an der groessten Robben-Kolonie des Landes vorbei, und haben sogar 2 Delphine gesehen - wenn auch nur kurz und recht weit entfernt. Wir haben zwar noch eine Weile auf die 2 Delphine gewartet, die haben sich aber leider nicht noch einmal blicken gelassen. Und durch die Sonne hat das Meer soooooo schoen geglitztert und es gab ganz, ganz viele Regenboegen zu sehen. So schoen: Das Blau des Meeres und des Himmels, dazwischen das Gruen der dicht bewachsenen Fjorde.

Zurueck ging's dann wieder mit dem Bus und dem kleinen Boot auf dem grossen See, wobei es da auch schon so allmaehlich dunkel wurde.
Nach diesem Tag steht jedenfalls fest, dass ich kein 'Seemannsgen' in mir trage: Sowohl die Wellen am offenen Meer als auch die Wellen am stuermischen Lake Manapouri bei der Rueckfahrt haben mir ganz schoen zu schaffen gemacht.

Zurueck in Te Anau: Immer noch schlechtes Wetter und Nebel. Was ja eigentlich egal war, da wir den Tag eh in der Sonne verbracht haben....

Posted by Ingrid_M 01:40 Archived in New Zealand Comments (0)

(Entries 6 - 10 of 20) « Page 1 [2] 3 4 »